Am Samstag 18. April traf sich eine kleine, aber sehr erlesene Meute zum inzwischen schon fast traditionellen Rennradtraining unter der Leitung von Nico Tambarikas. Bei schönstem Frühlingswetter - Ulis goldenes Prachtsvelo funkelte in der Sonne - ging es vom Pumptrack zuerst ins Südwest, wo zum Erstaunen nicht weniger Teilnehmender zuerst einige Geschicklichkeitsübungen unter der Leitung von Hasi und Nico auf dem Programm standen. Beim Vom-Boden-Auflesen klitzekleinster Gegenstände wie 750 ml Bidons realisierte der eine oder andere MTBler, dass das ja auch mit dem Rennvelo klappt, sogar ohne sich jedes Mal den breiten Lenker an den Helm zu donnern.
Nach diesem Einwärmen starteten wir zur eigentlichen Ausfahrt. Trotz bereits sommerlicher Temperaturen war da und dort noch die volle Wintermützenmontur unter dem Helm zu erspähen. Die 7köpfige Gruppe - Nicole verzichtete aus Gründen auf die Trainingstour - fuhr in anständigem Tempo von Hägendorf nach Bärenwil hoch, aber nur so schnell, dass noch genug Luft blieb, um sich über Gott, die Welt und Hersteller von Sportnahrung zu unterhalten. Oben angekommen, ging es dann sogleich an die Degustation des eben besprochenen Zuckers. In der kurzen Abfahrt nach Langenbruck bestand die grösste Herausforderung in der Tatsache, dass sich eine (durchaus noch sehr winterlich bekleidete) E-Velo Gruppe kurz vor uns auf den Weg machte und uns somit die Ideallinie vor dem Lenker wegschnappte. Das hinderte unseren Leiter Nico, der als Semipro nationale und teils internationale Rennen bestreitet, nicht davon ab, mit ordentlich Speed in die Kurven zu liegen, so dass ihm bald kaum noch jemand folgen konnte. Ortsunkundig, wie er ist, zischte er schnurstracks am nächsten Treffpunkt beim Sekundenbrunnen vorbei, alles frühzeitige rufen half nichts, und so konnten wir ihn nur unter Einsatz noch nie gesehener Wattzahlen wieder zurückholen. Als alle wieder beisammen waren, gings an den Aufstieg zum Chilchzimmersattel, der dem Schreiberling deutlich weniger steil in Erinnerung war. Kaum wurden die Steigungsprozente 2stellig, musste er tatenlos zusehen, wie Armin und Marcel locker pedalierend davonzogen.
Zuoberst gab es von Nico einige Inputs zur Linienwahl, die dann gleich in den ersten paar Kurven mehrmals ausprobiert wurden. Dumm nur, dass es da oben nicht gerade flach ist, was vereinzelte Rufe nach einem Shuttle zur Folge hatte. Danach nahmen alle in ihrem „Komforttempo“ die Abfahrt nach Eptingen unter die Räder. Beeindruckend, mal einem wirklich erfahrenen Rennradler zu folgen. Respekt auch an Gertrud, die sich das Ganze auf ihrem Triathlonrad mit entsprechendem Lenker zumutete. In Eptingen war sich die Fachwelt dann einen kurzen Moment uneinig, wie wir jetzt jemals wieder den asphaltierten Weg zurück nach Olten finden sollten. Nach kurzem hin und her fuhr ein nicht weiter beschriebener Teilnehmer einfach los und tat so, als kenne er den besten Weg. Er zwang die Gruppe via Buckten über den Hauenstein zurück nach Olten. Die auf diesem Umweg verlorenen Kalorien wurden zurück beim Pumptrack sogleich wieder fachlich korrekt in Form von Glace zugeführt. Somit fand das Training einen würdigen Abschluss.
Vielen Dank an Hasi fürs organisieren und an Nico fürs leiten, es war ein super Anlass, an dem alle profitieren konnten!