Nachruf «Päuli» Fischer

Paul Fischer wurde am 27. Februar 1944 in Merenschwand im Freiamt geboren. Bereits in jungen Jahren fuhr er Rennvelo und nahm an Radrennen teil. Während seiner Lehre bei der Firma Saurer geriet dies jedoch etwas in den Hintergrund. Gleich nach der Lehre besuchte er die Rekrutenschule. Daraufhin zog es ihn in die Romandie nahe Montreux, wo er mit „seinem“ getreuen Saurer Lastwagen Langeisen, die für die Erbauung der Autobahn verwendet wurden, durch die Schweiz chauffierte.

Während längeren Aufenthalten in Paris und London lernte er perfekt Französisch und Englisch und erlangte dafür jeweils ein Sprachdiplom. Später kamen die Sprachen Spanisch und Italienisch, das er autodidaktisch erlernte, hinzu. Dank Nebenjobs als Nachtportier und als Reiseleiter in den Semesterferien kam er nicht nur finanziell über die Runden, sondern lernte auch gleichzeitig noch grosse Teile Europas kennen.

Nach diesen Jahren holte er auf dem zweiten Bildungsweg die Eidgenössische Matura in Zürich am Gymnasium nach, um anschliessend an der Universität Genf Übersetzer studieren zu können. Schliesslich erlangte er nach weiterem Studium in Heidelberg das Dolmetscherdiplom.

Während seiner Tätigkeit als Reiseleiter 1973 lernte er Rosmarie Hüsler in Rom kennen. Vier Jahre danach, heirateten die Beiden. Während vielen Jahren war er für die Akquirierung von Aufträgen für Elcalor auf der halben Welt tätig. 1995 machte er sich selbstständig und pflegte rege Geschäftskontakte nach Spanien und Dänemark. Nicht nur geschäftlich, sondern auch privat unternahmen Rosmarie und Päuli in den Ferien grosse Reisen rund um den Globus. Jahrzehntelang setzte sich Päuli neben dem Beruf, meist als Speaker aber auch anderweitig, für den Radsport ein. Zu seinen Highlights zählten Brugger Abendrennen, Züri Metzgete, Schneisigen, Berner Rundfahrt, Kriterium Olten und die Schweizermeisterschaften.

Dazu war Päuli ein passionierter Schachspieler und war Mitglied der Schachclubs Olten und Aarau. Jährlich hat er von Club- bis Schweizermeisterschaften etliche Turniere bestritten. Bei all diesen Unternehmungen war ihm Rosmarie stets eine treue Begleiterin und unterstützte ihn tatkräftig. Bis zuletzt war er jedoch auch selber ein begeisterter Radfahrer und vielseitiger Freizeitsportler. So kaufte er sich unter anderem jedes Jahr ein Saisonabonnement im Freibad Aarau, wo er noch dieses Jahr stolze 77km im Wasser absolvierte.

Am 16. Oktober 2016, einem sonnigen und warmen Herbsttag, erlag er oberhalb Urigen im Aufstieg zu seinem geliebten Klausenpass einem Herzversagen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.