Michi Kyburz an der Vuelta Independencia Nacional Republica Dominicana

Vor Jahresfrist musste ich die Vuelta Independencia, die Landesrundfahrt der Dominikanischen Republik, schon in der 3. Etappe wegen einem Materialversagen am Velo aufgeben. Deshalb nahm ich die diesjährige Vuelta mit dem klaren Ziel, die Rundfahrt zu beenden, in Angriff. Das negative an einer solchen Zielsetzung ist jedoch, dass viele Faktoren, das Ziel zu erreichen, nicht beeinflusst werden können. Zum Auftakt absolvierten wir, das Team «Seleccion Suiza», ein Mannschaftszeitfahren über 20km. Nachdem ich die zweite Etappe trotz Regen und kleineren Zwischenfälle überstand, geriet ich bei Rennhälfte der dritten Etappe nach einem Zwischensprint einen Massensturz. Wegen des hohen Tempos hatte ich grössere Schürfungen. Zum Glück jedoch war das Rad noch fahrbar. Leider aber verpasste ich durch den Sturz den Anschluss an das Hauptfeld. Da es sich um einen Massensturz handelte war ich jedoch nicht der Einzige und konnte das Rennen in einer zügigen Gruppe beenden. In den folgenden Etappen achtete ich darauf nicht mehr zu viel Risiko einzugehen. Ich mied also nervöse Rennsituationen und Positionskämpe an der Spitze des Feldes. Folglich lag zusätzlich zum Zeitverlust in der dritten Etappe selbst kein Spitzenresultat mehr drin. Natürlich hatte ich auf den langen Etappen (bis >190km) auch mit meinen Blessuren zu kämpfen. Schliesslich schaffte ich es aber bis zur 7. Etappe, der Königsetappe, meist im Hauptfeld ins Ziel.
Aus meiner Sicht stellte die achte und letzte Etappe, ein Rundkurs in Santiago, nochmals eine besondere Herausforderung dar. Ein rasanter Rundkurs über 120km stand auf dem Programm. Da an diesem Morgen nasse Witterung vorherrschte und die Strecke bei Nässe erwiesenermassen sehr gefährlich war wurde das Rennen erst verschoben, bis das Wetter etwas aufklarte und die Strasse trocknete. Bald jedoch zogen wieder Regenwolken heran, die mit sehr intensiven Regengüssen über den Rundkurs hereinbrachen. Die Strasse war so seifig, dass schon ein leichter Antritt reichte, um das Hinterrad zum Ausbrechen zu bringen. Schlimmer noch sah es in einer 90° Kurve nach der Abfahrt aus. Jedoch konnte ich mich wider Erwarten irgendwie um all die Stürze herummogeln und konnte die Rundfahrt überglücklich in einem stark dezimierten Feld zu Ende bringen. Schlussendlich reichte es mir mit meiner sehr passiven Fahrweise auf den 41. Gesamtrang von anfänglich rund 150 Rennfahrern.

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