Michi Kyburz an der Qiansen Trophy in Peking

Natürlich ist es völlig unvernünftig als Quervelo-Greenhorn als erstes Querrennen überhaupt ein UCI C1 Rennen bestreiten zu wollen. Nichtsdestotrotz stürzte ich mich ins Abenteuer und fuhr mit einem Schweizer Team zur Qiansen Trophy. Die Trophy besteht aus zwei Querrennen an unterschiedlichen Orten in der Nähe von Peking. Nach dem ersten Training auf der Strecke 2 Tage vor dem Rennen sah ich schwarz. Die pickelharte Strecke war von spitzen, kleinen Kippen übersäht, die einem regelrecht umherschlugen. Vor allem aber machte mir der Staub zu schaffen, den die vorangehenden Fahrer (da ich weit hinten starten musste) aufgewirbelt hatten. Nebst erschwertem Atmen trockneten mir trotz reichlicher Wasserzufuhr die Augen aus. Folglich verabschiedete sich eine meiner Kontaktlinsen bereits nach 1½ Runden; die zweite wenig später. Leider verlor ich dadurch mindestens 7-10 Plätze und wertvolle Zeit. Daraufhin wurde ich zwar frühzeitig aus dem Rennen genommen und als 52. Von 60 Fahrern gewertet. Der zweite Rennkurs war vom sandigen Untergrund und unzähligen Spitzkehren geprägt. Wiederum relativ weit hinten startend war das Überholen, und somit auch Plätze gut zu machen, auf dieser Strecke besonders schwierig. Trotzdem, dass es technisch sehr anspruchsvoll war konnte ich mich anfangs einige Ränge nach vorne arbeiten. Mit der körperlichen Müdigkeit schlichen sich aber immer mehr Fahrfehler ein, so dass ich zwei Mal am Boden lag und die Schaltung etwas lädierte. Unter diesen erschwerten Bedingungen wurde ich als 45. wiederum vor der Überrundung durch die Spitze aus dem Rennen genommen. Alles in allem war dies für mich, als blutigen Queranfänger aber sportlich gesehen ein Erfolg. Schliesslich hatte ich doch einige erfahrenere Querfahrer an diesem recht hochdotierten C1 Rennen hinter mir lassen können.

Der Szenenwechsel zwischen den beiden Austragungsorten, die Besichtigung von kulturellen Stätten, ein spontaner, nächtlicher Ausflug ins Zentrum von Peking, sowie das lässige Team machten die Reise aber nicht nur sportlich zu einem super Erlebnis!

An dieser Stelle nochmals ein riesiges Merci an Mättu für das Norco, welches wie angegossen gepasst hat!

2 Replies to “Michi Kyburz an der Qiansen Trophy in Peking”

  1. Gratulation Michi. Ich finde es schon eine Top- Leistung nur schon diese Reise nach Peking und dann noch an einem solchen Rennen teilzunehmen. Liebe Grüsse Dani Stampfli

  2. Hallo Michi, ja Dani hat es richtig gesagt, es braucht viel Mut, aus dem Nichts so einen Versuch im Rad-Quer zu wagen. Hoffe, Du nimmst nächstes Jahr am Quer- und Bike-Cup teil. Wirst sehen, dass mit nur ein wenig Routine schon vieles besser gelingt. Uebung macht den Meister bzw. es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen
    Alles Gute, viel Erfolg und Spass und unfallfreie Fahrt
    Stephan Kainersdorfer, Olten

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