Enduro Monkeys #5 Geissberg

An einem Sonntagmorgen im Juli, bei mittlerweile vertrauten sommerlichen Höchsttemperaturen, trafen sich rund 15 Mannen des gepflegten abwärtsorientierten Geländeradsports nahe des PSI in Villigen. Unter der Federführung von #bikebueb Remo wurde nach einer lakonischen Einführung ins Tagesprogramm sogleich mit den ersten (mehreren) Hundert Höhenmeter in Richtung Bürersteig begonnen. Mit Bürerhorn, Bützberg und weiteren geologischen Attraktionen im Sichtfeld wurde in die erste Stage des Tages gestartet. Der BCO-Präsi persönlich lies mithilfe modernster Funktechnik und altbewährtem Chronometer alle 30 Sekunden einen Fahrer in Richtung #bikebueb Remo am Ende des Trails los. In verschiedensten Stammtischrunden wird behauptet, dass da die Zeit gestoppt werden soll. Andere behaupten die Abstände seien zugunsten einer zügigen Fahrt ohne störendes Auffahren – und dann gibt es die törichte Fiktion, es gäbe einen Preis für den Tagesschnellsten über die Summe aller Stages in Form einer alkoholischen Trophäe.

Stage 1, verlief eher flach entlang der Krete entlang des «Chamerenfels». Die Anwesenden wurden wiederum Zeugen des antrittsstarken Marci und seiner charakteristisch plakativen Schaltweise. Der Mann muss von SRAM gesponsert sein – eine andere Erklärung dazu gibt es nicht.

Stage 2, verlief in XC-Manier in Richtung «Rütifels». Manseratti gelang es, seinen Hinterreifen derart zu malträtieren, dass nicht mal mehr ein Salametti den Schranz in der Karkasse zu dichten vermochte – nur noch der gute alte Schlauch konnte die Weiterfahrt garantieren.

Stage 3, zu Beginn Flach, nach einer 90° Richtungsänderung mit unwesentlich grösserem Längsgefälle entlang einem Steinbruch eines grösseren, mittlerweile von den Franzosen aufgekauften, Schweizer Betonherstellers. Freude kam bei allen Fahrern auf, zahlreiche Anlieger vermochten die Herzen höherschlagen.

Stage 4, gross angepriesen kurz und knackig zu sein. So war es auch – Jamal hebelte es bereits nach 10 m über den Lenker und lag für gut zwei Minuten mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Waldboden liegen – zum Glück ist nichts passiert!

Stage 5, entlang der Krete von der «Rotbergegg» in Richtung Talsohle zur Aare. Allmählich justierte sich das Gefälle in den zweistelligen Bereich – proportional dazu auch die Fahrfehler. So stand Silvan der Kameramann goldrichtig, als Roli nach einer Kompression unkontrolliert ins Unterholz pflügte und eine neue Schneise ins Unterholz schlug – der Kreisförster sagt vielen Dank. Diese Stelle wird fortan als «Schwallersenke» oder «Tokenquetscher» überliefert.

Stage 6, die Verlängerung über die «Nassbergegg», war einfacher zu fahren, diverse geschaufelte Anlieger gaben die Gelegenheit ordentlich abzuheben.

Alle Teilnehmer haben die gemeinsame Ausfahrt genossen, es wurde viel geredet, ausgetauscht, Pläne geschmiedet und vor allem eines – viel gelacht. Bei einem gemeinsamen Bräteln an der Aare in den historischen Mauern der Burgruine Freudenau fand der Sonntag seinen würdigen Ausklang. Im Namen aller Teilnehmer ein grosses Dankeschön an Remo Zbinden für die federführende Organisation, Marcel Büttiker und Silvan Marfurt für die Mitorganisation und die Zwischenverpflegung auf dem «Mandachersteig».

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