Clubrennen #2 Neuendorf RR

Gestern fand das erste Clubrennen auf der Strasse der 2022 Saison statt. Wegen einem in den letzten zwei Jahren an Bekanntheit gewonnenen Virus und den Wetterabsichten des Petrus konnte das Rundrennen in Neuendorf das letzte Mal vor drei Jahren stattfinden. Wettertechnisch war auch dieser Abend nicht ideal – die einen kamen schon mit nassen Füssen zum Rennstart. Trotzdem fanden schlussendlich 12 Fahrer (hier wird absichtlich nicht gegendert, da es an diesem Abend an Frauenpower leider fehlte) den Weg zum Rennstart beim Minigolf in Neuendorf.

Um 19 Uhr ging es dann los. Durch den Autofahrer X. Y. (Namen der Redaktion nicht bekannt) auf der Wolfwilerstrasse bildete sich schon wenige Sekunden nach dem Start eine Spitzengruppe, angeführt von Manser. Die Gruppe wurde aber schon vor der ersten Abfahrt eingeholt und die erste Runde wurde in einem durchaus humanen Tempo gefahren. Wenn Roman von hinten kommt, weiss man, dass da ordentlich Watt gedrückt werden und das Dranbleiben schwierig werden könnte. Genau nach diesem Muster teilte sich die Gruppe in der zweiten Runde in zwei Gruppen. Die vordere Gruppe fuhr ein im Windschatten durchaus tretbares Tempo, welches dann Ändu irgendwann zu langsam wurde. Dieser lancierte eine Attacke über diese eine Kuppe vor der Abfahrt nach Niederbuchsiten. Das Interesse an einem Tempowechsel war eher klein und so konnte Ändu etwas Distanz gewinnen. Vielleicht muss hier noch dieser linksabbiegende Traktor erwähnt werden, hinter welchem wir ein paar Meter gemütlich getuckert sind, bevor wir diesem Ändu hinten nach konnten. Sache gits. In der dritten Runde wurde dann wieder einmal ordentlich gedrückt und so bildete sich eine Spitzengruppe aus Roman, Ändu und Mätthu. So kam es, dass Mätthu das Rennen vor Roman und Ändu gewinnen konnte. Zitat Marci «endlich gewinnt mal wieder jemand mit Oberschenkelumfang!».

Dahinter fuhren Severin, Mathéo und Roger mit einer noch zu verbessernden Teamzeitfahrtechnik um den 4. Platz. Dieser konnte mit einem letzten Sprint am Schlussaufstieg von Severin entschieden werden. Dahinter kamen Roger – trotz den 45 Jahren ohne Zeitbonus – und Mathéo.

Hasi vermisste offensichtlich das Einzelzeitfahren in Boningen, welches für 2022 nicht im Rennkalender steht, und fuhr die letzten zwei Runden ganz allein. Souverän landete er in den Top 10 auf dem 7. Platz. Dahinter fuhren Michi Käser (besser bekannt als MK) und Stefan Manser (so schnell wie ein Ma(n)serati) um den 8. Platz. Im Rennen konnte sich keiner der beiden wirklich absetzen und so kam es zu einem Schlusssprint, welcher S. Manser aus Trimbach (Gerüchten zufolge wohne er aber eigentlich in seinem Bus) für sich entscheiden konnte.

Silvan Imboden fuhr – mit dem Gravelbike – an seinem ersten Clubrennen souverän in die Top 10, vor Andi Begert, dem Veranstalter des Rennveloevents «Begi Classic». Dieser machte den Anfang der Top 20.

In der einen scharfen Kurve konnte eine noch schärfere Scherbe leider einen Schnitt in den Pneu und Schlauch von Fabian schneiden, welcher zu komplettem Luftverlust führte und die Rolleigenschaften um einen riesigen Faktor verschlechtert hat. Ob die Kurve zwar wirklich scharf war, kann an dieser Stelle nicht belegt werden. In Deutschland jedenfalls ist der Ausdruck „scharfe Kurve“ sogar in der Strassenverkehrsordnung (StVO) als Kurve von etwa 90 Grad festgelegt. In der Schweiz ist eine scharfe Kurve scheinbar eher als Wurst bekannt (Google Ergebnisse von „scharfe Kurve Schweiz“). Jedenfalls konnte Fabian Problem mit einem Schlauch von einem zuvorkommenden, vorbeifahrenden Velofahrer beheben, fuhr dann aber nur noch die zweite Runde fertig. Trotzdem schaffte er es locker in die Top 20. Was wäre schon ein BCO Rennveloevent ohne Platten? Die Konkurrenz von Plattenkönig Mätthu wird immer grösser. Noch bleibt es jedoch ein Einzelfall bei Fabian. Wir bleiben dran.

Damit ging ein weiterer erfolgreicher Event des BCO in die Geschichte ein. Vielen Dank an Ändu für die Organisation und an alle die dabei waren!

Bildbeschrieb (von links nach rechts): Begi in seinem warmen (oder wohl nicht mehr so warmen, weil schon pflotschnass von der Anfahrt) Pullover. Hinter ihm ist Silvan mit dem Gravelbike zu sehen, welcher sich noch die letzten paar Dihydrogenmonoxid-Moleküle vor dem Rennen zuführt. Roman übt das „nach Hintenschauen“ schon für im Rennen und Mätthu kontrolliert mit seiner linken Hand den Oberschenkelumfang. Rechts davon richtet sich Fabian nichtsahnend die richtige Trainingsseite auf dem Garmin ein. Davor sitzt MK gemütlich auf seinem Oberrohr und untersucht seine linke Hand sehr genau. Oder riecht er daran? Ganz rechts im Bild sind nur noch die wattproduzierenden Beine, ein Teil seines rechten Arms und ein wenig Vorderpneu von Mathéo zu sehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.